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Was beeinflusst den Preis einer PV-Thermografie?

Die Frage nach den Kosten steht bei fast jeder Anfrage ganz oben. Verständlich – aber die Antwort ist komplizierter als eine einzige Zahl. Was eine thermografische Inspektion kostet, hängt von Anlagengröße, Standort, Berichtsumfang und Anbieter ab. Dieser Artikel erklärt die entscheidenden Qualitäts- und Kostenfaktoren und zeigt, worauf Sie bei der Auswahl eines Dienstleisters achten sollten.

Preise auf Anfrage: Warum wir keine Pauschalpreise nennen

Der Markt für PV-Thermografie ist fragmentiert – kleine Drohnendienstleister, spezialisierte Thermografiebüros und große O&M-Unternehmen arbeiten mit sehr unterschiedlichen Kalkulationsgrundlagen. Eine pauschale Preisangabe ohne Kenntnis Ihrer Anlage wäre deshalb unseriös und letztlich wertlos.

Wir erstellen für jede Anfrage ein individuelles Angebot auf Basis der Anlagengröße, des Standorts, des gewünschten Berichtsumfangs und der Zugänglichkeit der Anlage. Nutzen Sie das Kontaktformular – wir melden uns zeitnah mit einer konkreten Einschätzung.

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Wichtig: Diese Preise beziehen sich auf die Inspektion inkl. Grundbericht. Ein vollständiger IEC TS 62446-3 konformer Detailbericht mit georeferenzierten Thermogrammen, Temperaturtabellen und Maßnahmenempfehlungen wird separat kalkuliert und liegt je nach Umfang 30–80 % über der Inspektionsgebühr.

Die 6 wichtigsten Kostenfaktoren

Wer verstehen will, warum Angebote für scheinbar ähnliche Anlagen so stark variieren, muss die Kostentreiber kennen:

Anlagengröße
Der wichtigste Einzelfaktor. Mehr Fläche bedeutet längere Flugzeit, mehr Daten, aufwendigere Auswertung. Preise werden häufig nach kWp oder m² berechnet, ab einer gewissen Größe auch pauschal.
Anlagentyp
Freiflächenanlagen sind in der Regel günstiger pro kWp zu inspizieren als Dachanlagen, da die Drohne freier navigieren kann. Fassadenanlagen oder Agri-PV erfordern Spezialausrüstung und sind teurer.
Entfernung
Anfahrtskosten von nach Absprache sind Marktstandard. Bei Anlagen in 200 km Entfernung können Anfahrtskosten relevant sein – besonders bei kleinen Anlagen.
Berichtsumfang
Eine einfache Voranalyse mit mündlicher Ersteinschätzung kostet deutlich weniger als ein vollständiger IEC-konformer Prüfbericht mit georeferenzierten Thermogrammen, der für Versicherungen oder Gutachten verwertbar ist.
BOS-Komponenten
Die Thermografie von Wechselrichtern, Anschlusskästen und Kabeltrasseen mit der Handkamera wird oft separat berechnet. Bei großen Solarparks mit vielen Stringboxen kann dieser Anteil erheblich sein.
Saison & Verfügbarkeit
In der Hauptsaison (Mai–August) sind Wartezeiten länger und manche Anbieter verlangen Aufschläge. Im Frühjahr (März–April) sind Kapazitäten oft noch frei – und die Messbedingungen sind hervorragend.

Wirtschaftlichkeit: Wann lohnt sich eine Inspektion?

Die entscheidende Frage ist nicht, was eine Inspektion kostet, sondern was unentdeckte Defekte kosten. Ausgangspunkt ist der jährliche Ertragsverlust durch unerkannte Defekte – in der Praxis liegt dieser bei 5–15 % der Nennleistung, oft ohne dass der Betreiber es bemerkt.

Rechenbeispiel: 100-kWp-Gewerbeanlage

Wirtschaftlichkeit: Unentdeckte Defekte verursachen jährliche Ertragsverluste, die sich über die Laufzeit einer Anlage erheblich summieren. In den meisten Fällen amortisiert sich eine Inspektion innerhalb weniger Monate – vorausgesetzt, gefundene Defekte werden auch behoben. Wir berechnen Ihnen auf Anfrage gerne die konkrete Wirtschaftlichkeit für Ihre Anlage.

Diese Rechnung gilt unter der Prämisse, dass gefundene Defekte auch behoben werden. Eine Thermografie ohne anschließende Instandsetzung ist wie ein Arztbesuch ohne Behandlung – sie liefert die Diagnose, bringt aber keinen wirtschaftlichen Nutzen. Aus diesem Grund ist unser Full-Service-Ansatz (Inspektion + Instandsetzung) aus einer Hand der effizienteste Weg.

Ab wann lohnt sich eine Inspektion?

Faustregel: Je früher ein Defekt erkannt und behoben wird, desto geringer der kumulierte Ertragsverlust über die Restlaufzeit der Anlage. Wir helfen Ihnen, die Wirtschaftlichkeit einer Inspektion für Ihre konkrete Anlage zu bewerten.

Hinzu kommen Anlagen, die seit Jahren im Teillastbetrieb laufen, ohne dass der Betreiber von den Defekten weiß – ein häufigeres Szenario, als man annehmen würde.

Preisvergleich: Was unterscheidet teure und günstige Angebote?

Zwei Angebote für dieselbe 200-kWp-Anlage können sich um Faktor 3 unterscheiden. Das hat Gründe – und nicht jeder Preisunterschied ist gerechtfertigt:

Kriterium Günstiger Anbieter Professioneller Anbieter
Kameraqualität Consumer-IR (160×120 px) Professionell ≥640×512 px
Normkonformität Keine Angabe IEC TS 62446-3 nachweisbar
Personalqualifikation Drohnenpilot ohne Thermografie-Zertifikat Zertifiziert nach DIN EN ISO 9712
Bericht PDF mit Fotos, keine Temperaturdaten IEC-Bericht, georeferenziert, Temperaturtabellen
Verwendbarkeit Nur intern Versicherung, Gewährleistung, Gericht
BOS-Inspektion Oft nicht enthalten Wechselrichter, Anschlusskästen inklusive
Instandsetzung Nicht möglich Full-Service aus einer Hand

Das günstigste Angebot ist selten das wirtschaftlichste. Ein Bericht, der nicht normkonform ist, hilft weder bei Versicherungsansprüchen noch bei der Durchsetzung von Gewährleistungsrechten gegenüber dem Hersteller – die eigentlichen Hauptmotivationen für viele Betreiber.

Tipp: Fragen Sie jeden Anbieter explizit nach der Kameraauflösung (mind. 640×512 Pixel für professionelle Inspektionen), der Normreferenz im Bericht (IEC TS 62446-3) und der Qualifikation des Prüfers (DIN EN ISO 9712 Stufe 2). Seriöse Anbieter beantworten diese Fragen ohne Zögern.

Steuerliche Absetzbarkeit

Für Betreiber gewerblicher PV-Anlagen sind Thermografie-Inspektionen in der Regel als Betriebsausgaben vollständig steuerlich absetzbar. Das gilt sowohl für die Inspektionskosten selbst als auch für Folgekosten wie Reparaturmaßnahmen. Voraussetzung ist, dass die Anlage dem Betriebsvermögen zuzuordnen ist – was bei den meisten Gewerbe-, Industrie- und Solarpark-Anlagen der Fall ist.

Für Privatpersonen mit einer PV-Anlage im Privatvermögen ist die steuerliche Situation komplexer und hängt davon ab, ob die Anlage der Einkunftserzielung dient. Für steuerliche Einzelfragen empfehlen wir grundsätzlich die Beratung durch einen Steuerberater.

Unser Angebot: Kostenlose Voranalyse ab 500 kWp

Für Gewerbe- und Industrieanlagen bieten wir flexible Inspektionspakete – von der Schnellanalyse bis zum vollständigen IEC-konformen Gutachten. Kontaktieren Sie uns mit Ihren Anlagendetails, wir erstellen Ihnen zeitnah ein konkretes Angebot.

Unser Angebot umfasst die vollständige IR-Befliegung aller Module, die Identifikation aller thermisch auffälligen Bereiche und eine Einschätzung des Ertragsverlusts. Darauf aufbauend entscheiden Sie, ob ein detaillierter IEC-Bericht oder eine direkte Instandsetzung der nächste Schritt ist.

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Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet eine Thermografie für eine PV-Anlage? +

Die Kosten hängen von Anlagengröße, Standort und Berichtsumfang ab. Wir erstellen auf Anfrage ein individuelles Angebot – kontaktieren Sie uns mit Ihren Anlagendetails.

Wovon hängen die Kosten ab? +

Die wichtigsten Faktoren: Anlagengröße, Anlagentyp, Entfernung zum Dienstleister, gewünschter Berichtsumfang (Voranalyse oder IEC-Bericht), Anzahl der BOS-Komponenten sowie saisonale Auslastung des Anbieters.

Lohnt sich eine PV-Thermografie wirtschaftlich? +

In den meisten Fällen ja. Bei einer 50-kWp-Anlage mit 10 % Ertragsverlust entgehen dem Betreiber jährlich erheblicher Ertrag. Werden gefundene Defekte behoben, amortisiert sich eine Inspektion typischerweise schnell.

Sind die Kosten steuerlich absetzbar? +

Für gewerbliche PV-Anlagen sind Inspektionskosten in der Regel als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Für Einzelfragen empfehlen wir die Rücksprache mit einem Steuerberater.

Gibt es günstige Alternativen zur professionellen Thermografie? +

Consumer-Kameras erfüllen nicht die IEC TS 62446-3 und sind für Versicherungs- oder Gewährleistungszwecke nicht verwertbar. Für ernsthafte Diagnosen ist eine professionelle Inspektion die einzig sinnvolle Option.

Fazit

Die Kosten einer PV-Thermografie sind überschaubar – der wirtschaftliche Nutzen bei konsequenter Nachverfolgung deutlich höher. Entscheidend ist nicht der günstigste Preis, sondern das Verhältnis aus Berichtsqualität, Normkonformität und der Möglichkeit, Defekte auch tatsächlich beheben zu lassen.

Wer wissen möchte, wann der richtige Zeitpunkt für eine Inspektion ist, oder was eine Thermografie technisch leistet, findet in unserem Ratgeber weitere Artikel. Für Anlagen ab 500 kWp ist unsere kostenlose Voranalyse der direkte Weg zur Diagnose ohne finanzielles Risiko.