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PV-Thermografie Schweiz: Solarpark-Inspektion ab 1 MW

Die Schweiz verzeichnet einen der stärksten Pro-Kopf-PV-Zubauraten Europas. Besonders Freiflächenanlagen und Agri-PV-Projekte ab 1 MW wachsen rapide. Für Betreiber dieser Großanlagen ist die regelmäßige normkonforme Thermografie-Inspektion nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern oft Bedingung in Versicherungsverträgen und Fördervereinbarungen. Dieser Artikel erklärt was Betreiber in der Schweiz über Drohnenrecht, NIV-Normen und grenzüberschreitende Inspektionen wissen müssen.

Schweizer Solarmarkt und Inspektionsbedarf

Die Schweiz hat mit der Energiestrategie 2050 ambitionierte Ausbauziele für Photovoltaik verankert. Die installierte Leistung überstieg 2024 die 7-GW-Marke, mit einem wachsenden Anteil an Freiflächenanlagen, alpinen PV-Projekten und Agri-PV-Installationen. Besonders die Kantone Wallis, Graubünden, Uri und Bern sind Schwerpunkte für großflächige Solarparks die in exponierten Lagen unter extremen Witterungsbedingungen betrieben werden.

Der Inspektionsmarkt in der Schweiz ist trotz des hohen technischen Niveaus der Schweizer Energiewirtschaft noch unterentwickelt für den Bereich professioneller Thermografie an Großanlagen. Energie Netzwerk GmbH ist als Gründungsmitglied des Photovoltaik-Gutachter Netzwerk Schweiz der stärkste lokale Anbieter – aber die Kapazitäten für Solarparks ab 1 MW sind begrenzt. Wir ergänzen diesen Markt mit normkonformer IEC-Dokumentation und der Kapazität für Großanlagen-Befliegungen.

Normen und Standards in der Schweiz

In der Schweiz gelten für elektrische Installationen die NIV (Niederspannungs-Installationsverordnung) und die darauf aufbauenden Normen des Electrosuisse (SN EN-Normen). Für thermografische PV-Inspektionen ist auch in der Schweiz die IEC TS 62446-3 der anerkannte internationale Standard – sie wird von Schweizer Gebäudeversicherungen, institutionellen Investoren und der kantonalen Energiewirtschaft als Mindeststandard für Zustandsdokumentationen akzeptiert.

Die Schweizer Gebäudeversicherungen (kantonale Monopolversicherer in 19 Kantonen sowie private Versicherer wie die Zurich oder Mobiliar) verlangen für PV-Schadensregulierungen nach Hagel oder Sturm in der Regel eine normkonforme thermografische Schadensaufnahme. Unser Bericht nach IEC TS 62446-3 ist hierfür geeignet.

BAZL-Drohnenregelungen in der Schweiz

Die Schweiz ist zwar kein EU-Mitglied, hat aber die EU-Drohnenverordnung 2019/947 in weiten Teilen in nationales Recht übernommen. Für Befliegungen in der „Offenen Kategorie" außerhalb von Sicherheitszonen ist keine gesonderte Genehmigung notwendig. Bei Befliegungen nahe Flughäfen, Helikopterlandeplätzen oder in kontrollierten Lufträumen ist eine Bewilligung beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) notwendig.

Besonders bei alpinen Solarparks in Tälern mit Rettungshelikopter-Flugkorridoren und in der Nähe von Militärflugplätzen (z.B. Meiringen, Alpnach) holen wir die notwendigen BAZL-Bewilligungen im Vorfeld ein. Erfahrungsgemäß beträgt die Bearbeitungszeit 10–14 Werktage – wir empfehlen daher eine frühzeitige Anfrage.

Für alpine Standorte über 1.500 m ü.M. gelten zusätzliche technische Anforderungen an die Drohne (Höhenleistung, Kältestabilität). Unsere Ausrüstung ist für Einsätze bis 3.000 m ü.M. geeignet und wird entsprechend vorbereitet.

Ab 1 MW: Die wirtschaftliche Rechnung

Die Schweiz hat im europäischen Vergleich sehr hohe Strompreise – was PV-Investitionen besonders rentabel macht, aber auch die wirtschaftliche Bedeutung jedes Prozentpunkts Ertragsverlust erhöht. Eine 2-MWp-Anlage in der Deutschschweiz erzeugt bei typischen Einspeisevergütungen jährlich 150.000–200.000 CHF Einnahmen. Unerkannte Defekte die 5 % Ertragsverlust verursachen kosten 7.500–10.000 CHF pro Jahr.

Die Thermografie-Inspektion einer 2-MWp-Anlage kostet im Komplett-Paket inklusive Fahrtkosten aus Hamburg typischerweise 5.000–6.500 CHF – weniger als ein Monat Ertragsverlust durch unerkannte Defekte. Dazu kommt der Versicherungs- und Gutachtenwert: Ein normkonformer Bericht sichert Garantieansprüche und erleichtert die Schadensregulierung.

Alpine Besonderheiten und Herausforderungen

Schweizer Solarparks in alpinen Lagen haben ein anderes Defektprofil als Flachland-Anlagen. Die mechanische Belastung durch Schneedruck ist höher, was zu Mikrorissen in Modulen führen kann die im Thermogramm als charakteristische Wärmemuster sichtbar werden. Temperaturschwankungen von -20°C im Winter bis +35°C im Sommer beschleunigen die Degradation von Steckverbindungen und Kabelmanschetten.

Hagel ist in bestimmten Alpentälern ein erhebliches Risiko – und anders als im Flachland oft schwerer vorherzusagen. Eine Abnahmeinspektion direkt nach der Installation und eine Folgeinspektion nach der ersten Wintersaison sind für alpine Anlagen besonders empfehlenswert.

Ablauf einer Inspektion aus Deutschland

Nach Eingang der Anfrage prüfen wir Standort, Anlagendaten und eventuelle BAZL-Genehmigungsbedarfe. Wir planen das optimale Wetterfenster gemeinsam mit dem Betreiber – alpine Standorte haben engere Zeitfenster mit ausreichend Einstrahlung und geringen Windgeschwindigkeiten. Die Anreise erfolgt typischerweise am Vorabend, bei entlegenen Standorten ggf. zwei Tage vor dem Einsatz.

Vor Ort führen wir die vollständige Drohnen-Befliegung und Handthermografie durch. Den normkonformen IEC-Bericht erhalten Sie innerhalb von 5 Werktagen. Auf Wunsch erstellen wir den Bericht zweisprachig (Deutsch/Französisch) für Anlagen in der Westschweiz.

Fahrtkosten Schweiz

Von Hamburg sind die größten Schweizer Wirtschaftszentren erreichbar: Zürich ca. 870 km, Bern ca. 860 km, Basel ca. 770 km, Luzern ca. 880 km, Genf ca. 1.100 km. Die Fahrtkosten werden nach unserem transparenten Modell (0,45 €/km × Hin- und Rückfahrt, erste 15 km kostenfrei) berechnet und sind im Preisrechner auf der Startseite sofort kalkulierbar.

Bitte beachten: Für Einsätze in der Schweiz empfehlen wir immer die Kombination mit mindestens einer weiteren Anlage in der Region um die Anreisekosten pro Anlage zu minimieren. Sprechen Sie uns an – wir koordinieren Touren gerne.

Gutachten und Gebäudeversicherung Schweiz

Die Schweizer Gebäudeversicherungen sind nach Kantonen organisiert. In 19 Kantonen gibt es kantonale Monopolversicherer (z.B. AGV Aargau, GVB Bern, GVZ Zürich), in den restlichen Kantonen arbeiten private Versicherer. Für Hagelschadensregulierungen verlangen diese Stellen eine fachgerechte Schadensdokumentation – ein normkonformer Thermografie-Bericht nach IEC TS 62446-3 ist hier das anerkannte Instrument.

Unser Premium-Paket mit gutachterlicher Stellungnahme wird von Schweizer Versicherungen für PV-Schadensregulierungen akzeptiert. Für Anlagen in der Deutschschweiz erstellen wir den Bericht auf Deutsch, für die Westschweiz auf Anfrage auf Deutsch und Französisch.

Häufige Fragen

Können deutsche Drohnenlizenzen in der Schweiz genutzt werden?

Ja – die Schweiz hat die EU-Drohnenverordnung weitgehend übernommen. Für spezifische Sicherheitszonen holen wir BAZL-Bewilligungen ein, die wir für unsere Kunden beantragen.

Wie lange dauert eine Inspektion für einen 2-MWp-Solarpark?

Drohnen-Befliegung und Handthermografie dauern typischerweise einen vollen Arbeitstag. Bei Anlagen über 3 MWp planen wir zwei Einsatztage.

Erstellt ihr Berichte auch auf Französisch?

Auf Anfrage erstellen wir Berichte zweisprachig (Deutsch/Französisch) für Betreiber und Versicherungen in der Westschweiz.

Welche Preise gelten für Schweizer Anlagen?

Unsere Preise richten sich nach der deutschen Kalkulation – die Zahlung erfolgt in Euro. Die Fahrtkosten werden nach unserem transparenten Modell berechnet und sind im Preisrechner sofort kalkulierbar.

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Großanlage ab 1 MW? Wir kommen.

Charged Elements GmbH – normkonforme PV-Thermografie nach IEC TS 62446-3. Einsatz in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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